Mittwoch, 17. April 2019

Brief 8

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Ich liebe warme Sommer in Italien.
Für mich gibt es kaum etwas Schöneres als surfen, am Strand lesen und abends draußen sitzen. Ich fühle mich wohl bei Hitze- 35C° sind meine Lieblingstemperatur.
All das und noch viel mehr traf auf meinen Sommer 2018 zu.

Nur war ich nicht in Italien, sondern in Hamburg. Eine Stadt in der verregnete Sommer nichts ungewöhnliches sind und Starkregen als "nieseln" bezeichnet wird.
In eben dieser Stadt fiel im Sommer 2018 nur halb so viel Regen wie sonst. Auch die Durchschnittstemperaturen waren außergewöhnlich hoch.
Es war der erste Sommer in dem ich die Auswirkungen des Klimawandels deutlich gespürt habe.

Extreme Jahreszeiten und Naturkatastrophen, wie zum Beispiel Überschwemmungen, Erdrutsche oder Waldbrände, bedrohen nicht nur unsere Zukunft, sondern sind in vielen Teilen der Erde bereits allgegenwärtig.
Und auch in Deutschland wurde im letzten Sommer an den Ernteausfällen als Folge der Dürre klar, wie enorm die Auswirkungen der starken Erwärmung der Erde sind und sein werden. Die Schäden lagen bei rund 2 Milliarden Euro. Und viele Klimaforscher sind davon überzeugt, dass dies erst der Anfang ist.

Wenn wir nicht deutlich schneller handeln verlieren die Menschen ihre Zukunft auf der Erde. Der Klimawandel schreit uns mittlerweile ins Gesicht. Handeln Sie!

Mit hoffnungsvollen Grüßen,
Elisabeth Taschinski